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Conradi Hermann

Herbst

Der frischgedüngte Acker stinkt herüber;
Braunrotes Land nickt über die Stakete,
Die letzten Astern kümmern auf dem Beete -
Und täglich wird der Himmel trüb und trüber.

Aus der Spelunke jagte mich das Fieber
Und warf auf meine Backen grelle Röte.

Wie sie heut wieder brünstig küßte, flehte:
Ich möchte wiederkommen! Viel, viel lieber.

Sei ihr die Nacht! . . . Denn, wär' der Tag zu Rüste,
Dann sprängen heißer all die süßen Lüste
Und süßer sei das Indenarmenliegen! . . .

Der frischgedüngte Acker stinkt empörend -
Doch ist sein Stunk nicht grade unbelehrend:
Nur wer das Leben überstinkt, wird siegen!